KO - Kein Opfer e.V.


Die Organisation Kein Opfer e.V.

Zeit für Veränderung! 

KO-Kein Opfer e.V. ist ein Verein, der sich für die Rechte von Opfern von sexualisierter Gewalt einsetzt. Sie verleiht ihnen eine Stimme und kämpft dafür, dass das Thema in der Gesellschaft die dringend benötigte Aufmerksamkeit erhält. 

Der Verein fungiert Schnittstelle zwischen Politik, Polizei und Justiz, Gesellschaft, Opferorganisationen und Betroffenen. Und sie kämpft für eine Welt frei von sexualisierter Gewalt und Gewalt durch K.-o.-Tropfen.




Hintergrund

Nina Fuchs "[...] kämpft für Gerechtigkeit für [sie] selbst und für alle, die nicht in der Lage sind, ihre eigene Stimme zu erheben."

Die Entstehung des Vereins ist stark mit ihrer eigenen Geschichte verknüpft, denn sie selbst wurde im April 2013 unter mit K.-o.-Tropfen bewusstlos gemacht und vergewaltigt. Obwohl ihr Peiniger gefunden und angeklagt wurde, wurde das Verfahren eingestellt. Doch Nina Fuchs ließ nicht locker und ging mit ihrer Geschichte an die Öffentlichkeit, wodurch sich ganz viele Betroffene an sie gewandt haben, die ebenso wie sie, der strukturellen Diskriminierung von Opfer sexualisierter Gewalt von Seiten der Justiz ausgesetzt waren.

Dies brachte sie auf die Idee einen Verein zu gründen, einen Verein, der sich für die Rechte von Opfern von sexualisierter Gewalt einsetzt und die dringend benötigte Aufmerksamkeit schafft.


Themen von Kein Opfer e.V.

Konsenskultur

"Nur Ja heißt Ja" anstatt "Nein heißt Nein"!

Das aktuelle Sexualstrafrecht unter §177 StGB formuliert den Gesetzestext so, dass ein klares Nein eines Opfers sexualisierter Gewalt erforderlich ist, um eine Straftat anzuzeigen. Dieser Gesetzestext berücksichtigt zwar Menschen, die mit K.o.-Tropfen betäubt wurden und dadurch an tonischer Immobilität (Schockstarre) leiden und kein klares Nein äußern können, aber ein eindeutiger Konsensgedanke, dass jeder nicht zugestimmte Geschlechtsverkehr eine Vergewaltigung ist, fehlt. Vorbild für eine Gesetzesergänzung ist Schweden, denn da gilt seit Juli 2018 das Gesetzesprinzip "Nur Ja heißt Ja", wodurch eine verbale oder nonverbale Einverständniserklärung seitens des Sexualpartners abgegeben werden muss. 
Das Ziel von Kein Opfer e.V. ist es, dass Deutschland diesem Vorbild folgt und den Gesetzestext erweitert, um die Rechte der Opfer sexualisierter Gewalt zu stärken. Mehr zum Thema

Sexualisierte Gewalt

Laut einer EU-Studie, die 2014 mit 42.000 Frauen durchgeführt wurde, wurde etwa jede dritte Frau im Erwachsenenalter bereits Opfer von körperlicher und/oder sexualisierter Gewalt. Leider sprechen nur die wenigsten Frauen darüber und noch viel weniger bringen die Tat zur Anzeige, was leider an der Schambehaftung sowie Tabuisierung des Themas liegt. Ein großes Problem liegt auch darin, dass die Schuld einer Vergewaltigung oft zuerst beim Opfer selbst gesucht wird oder dem Opfer gar nicht erst geglaubt wird.

Kein Opfer e.V. arbeitet daran, dass dieses Thema kein Tabu Thema mehr sein soll und betreibt dafür wichtige Aufklärungs- und Präventionsarbeit, um die Situation von Opfern zu verbessern und eine Bewusstseinsänderung in der Gesellschaft zu schaffen. Mehr zum Thema

K.-o.-Tropfen

Zu K.-o.-Tropfen oder K.-o.-Mittel zählen bspw. Psychopharmaka, Narkotika, aber auch Drogen und Alkohol können gezielt als K.-o.-Tropfen eingesetzt werden. Diese werden häufig unwissenden Personen verabreicht, um an ihnen Straftagen (z. B. Vergewaltigung) zu begehen, indem sie unbemerkt in Speisen und Getränke gemischt werden.

Die Wirkung reicht von Entspannung bis zur kompletten Bewusstlosigkeit, die im schlimmsten Fall zum Tod führen kann. Zudem verursachen sie massive Erinnerungsstörungen, die noch am Folgetag andauern kann.

Was ihr konkret tun könnt, wenn ihr den Verdacht ihr selbst oder ein/e Freund/in könnte Opfer von K.-o.-Tropfen sein, könnt ihr unten nachlesen. Mehr zum Thema



Was ihr bei Verdacht auf K.-o.-Tropfen tun könnt:

  • Bei Verdacht sofort in Begleitung zum Krankenhaus oder direkt zur Rechtsmedizin gehen
  • Nicht duschen, um mögliche Spuren nicht zu entwerten!
  • Bringe mögliche Tatgegenstände etc. in einer Papiertüte zur Untersuchung mit
  • Das Netzwerk ProBeweis hilft bei der Beweisaufnahme und Untersuchung von Betroffenen. Diese sind unter +49 511 532-4599 zu erreichen
  • Zudem kannst du auch die Frauenberatungsstellen in deiner Nähe anrufen, die dich zur Polizei begleiten

Kontakt

KO - Kein Opfer e.V.
Anglerstr. 10
80339 München

 

info@ko-ev.de

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